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Barbara Rütting


Barbara Rütting,
www.barbara-ruetting.de

Geboren als Skorpion – Aszendent Zwillinge – 1927 in Berlin als ältestes von 5 Kindern einer Lehrerfamilie im Dorf Wietstock an der Nuthe.
Wäre gern Ärztin geworden, stand dann aber bei Kriegsende kurz vor dem Abitur mit einem Rucksack in Flensburg auf der Straße. Meldete sich beim Roten Kreuz und wurde einer dänischen Familie als Dienstmädchen zugeteilt.
Lernte dänisch, arbeitete zuerst in der dänischen Bibliothek, dann als Fremdsprachenkorrespondentin in Kopenhagen.


Sieht den in dieser Zeit entstandenen Wunsch, Schauspielerin zu werden, heute als eine Art Flucht aus der ( schwer zu ertragenden) Wirklichkeit in eine schönere Traumwelt.
Gab, zurück in Berlin, 1952 im Filmstudio Berlin Tempelhof Fotos ab und erhielt sofort die weibliche Hauptrolle in dem Film „ Postlagernd Turteltaube“. Es folgte die Rolle einer russischen Soldatin in „ Die Spur führt nach Berlin“. Dafür Auszeichnung mit dem Bundesfilmpreis für die beste Nachwuchsschauspielerin.
Spielte Hauptrollen in insgesamt 45 Filmen, darunter in dem Antikriegsfilm „Die letzte Brücke“, „ Canaris“, „ Die Geierwally“, „ Operation Crossbow“ mit Sophia Loren und „ Stadt ohne Mitleid“ mit Kirk Douglas.
1956 Theaterdebut in Krefeld mit „ Die Tochter des Brunnenmachers“. Spielte in der Folge an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen und auf Tourneen die großen Neurotikerinnen der Weltliteratur von Shakespeares Lady Macbeth über Schillers Eboli, Ibsens Hedda Gabler, Strindbergs Fräulein Julie bis zu Albees Martha in „ Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ und Brechts „ Mutter Courage“.
Da im Laufe der Jahre ihr Engagement in Umwelt-, Tier und Menschenschutzfragen für sie immer mehr an Bedeutung gewann, beendete Barbara Rütting 1982 bewußt ihre Schauspielkarriere auch äußerlich, idem sie sich die ( vorher gefärbten Haare) abschnitt. Aus Protest gegen Tierversuche auch im Pharma-Konzern Schering kettete sie sich 1983 mit 30 anderen Tierschützern vor dem Tor dieses Unternehmens an. 1984 wurde sie mit Dietmar Schönherr und anderen Prominenten anlässlich der so genannten „Prominentenblockade“ bei den Mutlanger Friedenstagen gegen die Stationierung der amerikanischen Massenvernichtungswaffen Pershing 2 Raketen vorübergehend festgenommen.
Mitte der sechziger Jahre begann sie, Kolumnen für verschiedene Zeitungen zu schreiben, u. a. für die Schweizer „ Weltwoche“. 1970 erschien ihr Roman „Diese maßlose Zärtlichkeit“. 1976 verfasste sie, die inzwischen auf einem Bauernhof Nähe Salzburgs lebte und ein Vollkornbrot auf den Markt gebracht hatte (das
„Barbara Rütting- Brot“) ihr erstes Kochbuch mit ausschließlich vegetarischen Rezepten „ Mein Kochbuch – naturgesunde Köstlichkeiten aus aller Welt“.
1979 widmete sie ihrem Kater Fettucini das Kinderbuch „ Ach du grüner Kater“ und das „ Koch- und Spielbuch für Kinder“. Der Ärztinnenbund wählte dies zu einem der zehn besten Kinderbücher und verlieh ihm den Preis der „ Silbernen Feder“.
1985 folgte „Mein neues Kochbuch“, das zu einem Bestseller wurde, auch und besonders, weil Barbara Rütting sich hier als leidenschaftliche Vorkämpferin ökobewusster Ernährung zeigte und immer wieder auf den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit, Massentierhaltung, Bodenverseuchung, Abholzung der Regenwälder und Hunger in der so genannten Dritten Welt hinwies. Ihrer Weltsicht entspricht auch der ausschließliche Gebrauch von Kosmetika, für die keine Tierversuche mehr gemacht werden. Es folgte ein weiteres Kinderbuch, diesmal zum Thema Tierschutz, „ Auf der Flucht mit Mirto“.
1988 schrieb Barbara Rütting – inzwischen ausgebildete Gesundheitsberaterin - einen Ratgeber mit alten und neuen Hausrezepten „Mein Gesundheitsbuch“. Im Herbst 1991 erschien „Lieblingsmenüs aus meiner Vollwertküche“, 1993 das Öko-Tagebuch „Träumen allein genügt nicht“, 1997 „Grüne Rezepte für den blauen Planeten“, ein Ratgeber mit ihren Lieblingsrezepten aus der „grünen“ Küche sowie Tipps und Hintergrundinformationen zum bewussten Umgang mit den Ressourcen des Planeten Erde.
2004 die Biographie „Und dennoch...“
Barbara Rütting hat mehrmals Bulgarien besucht und am Schwarzen Meer und in Sofia für Ärzte und Köche Vollwertkochkurse durchgeführt. 1994 brachte sie eine Getreidemühle nach Moskau zu Michail Gorbatschow für die strahlengeschädigten Kinder in dessen Klinik. 1997 startete sie eine Hilfsaktion für hungerleidende Menschen in dem bulgarischen Ort Bansko mit Getreidemühlen und einer Lieferung von 15.000 Kilo biologischen Lebensmitteln, gespendet von der österreichischen Organisation „Ernte für das Leben“. Anschließend wurden der Banskoer Bürgermeister, ein Bäcker und ein Touristikfachmann nach Salzburg eingeladen, um sich über sanften Tourismus und das Backen von Vollkornprodukten zu informieren.
Diese Hilfe zur Selbsthilfe macht in dem Ort Bansko gute Fortschritte. In Planung ist ein Projekt, in dem behinderte Menschen und herrenlose Tiere einander helfen – „Menschen helfen Tiere helfen“. Die Banskoer Gemeinde hat zum Dank für ihre Hilfe eine kleine Straße nach Barbara Rütting benannt.

Nebenbei unterstützt Barbara Rütting aktiv etwa ein Dutzend internationaler Tier- und Umweltschutzorganisationen.
1999 zog Barbara Rütting wieder nach Deutschland und lebt jetzt als glücklicher Single mit 2 Hunden und 2 Katzen im Chiemgau.
Ihre neuesten Bücher, das Terzett „Bleiben wir schön gesund“ – „Lachen wir uns gesund“ und „Essen wir uns gesund“ sind wieder Bestseller.
Druckfrisch die Bearbeitung vom „Koch- und Spielbuch für Kinder“ sowie die Neuauflage der Kinderbücher „Ach du grüner Kater“ und „Auf der Flucht mit Mirto“ und der Hörbücher „Ach du grüner Kater“ und „Auf der Flucht mit Mirto“, gelesen von der Autorin.
Barbara Rütting ist Mitglied von „Bündnis 90 Die Grünen“ und seit September 2003 Abgeordnete im Bayerischen Landtag.

„Ich bin für dieses Projekt, weil ich gern selbst in einer solchen Gemeinschaft leben möchte.“